Zen – Meditation

„Denke Nichtdenken!

Unterscheide nicht wahr und falsch, gut und Böse!“

ist die Anweisung für die Zenmeditation

„Wenn wir in die Welt des Geistes eintauchen wollen, wo alles eins ist, lassen wir alles unterscheidende Denken zurück und lassen uns ein auf den einen gegenwärtigen Augenblick, auf diesen einen Atemzug. Darin ist alles eins, darin ist alles enthalten.“ Ermin Döll 365 Impulse zur täglichen Meditation

Bedenke …

Schöpfe vom

Wasser des Lebens…

mich dürstet

Es sprudelt…

 

Es mutet …

zur mitschöpferischer Seinsebene an

Licht vom ewigen Lichte

Es schaut und erleuchtet mich

 

 Mut in Sanftmut

zum Ungehorsam (zur Welt)

Bedenke …

„…du selber bist die Welt…

die dich in dir

mit dir

so stark

gefangen hält“. Angelus Silesius

 

 

Enomiya Lasalle 2008 Collage A4 „Sacred Space GegenwArt“. „In einer Nacht, Dunkel, in brennender Liebessehnsucht entflammt, – oh glückliches Geschick! – ging ich hinaus, ohne bemerkt zu sein; mein Haus war schon zur Ruhe gekommen.“ Joh. v. Kreuz

E I N L A D U N G

zum Sitzen in der Stille…

Z E N – M E D I T A T I O N

V I T U S S A A L

K R I T –  Z E N – D O R F

Termine offene Abende 2018 – 2019

jeweils 19.00 – 20.30

Di. 2., 9., 16., 23., 30., Okt. 2018

Di. 6., 20., 27., Nov.

Di. 4., 11., Dez.

Di. 22., 29., Jan. 2019

Di. 12., 19., 26., Feb.

Di. 5., 12., 19., 26., März

Di. 2., 9., 23., 30 April

Di. 7., 14., 21., 28., Mai

Di. 4., 18., 25., Juni

Ein-Fortführungskurs 19 – 20 Oktober 2018

Freitag 19., Oktober 2018 – 19.00 – 21.00

Samstag 20., Oktober 2018 –  9.00-12.00

 

Mitten im Altagsgelärm das innere Schweigen bewahren

 

Licht das mein Wesen erleuchtet, einfaches stilles sitzen im Einssein der Urquelle, wer hat dem wird gegeben. Wer nicht hat… 1998 Aquarelle auf Papier 40 x 50

 

„Das Nichtdenkende Meditieren

Zen ist Anfängergeist es ist theoretisch nicht zu erlernen es ist die Erfahrung die uns lehrt. So hat ein jeder ein Schatz an Erfahrungen, die erinnert werden in der GegenwArt. Wie eine Ernte die man hineinholt und sammelt um verarbeitet zu werden. Jeden Tag ein neuer Tag für den Rest meines Lebens. Mit dem Urgrund Einssein „Zazen“ kann als ein Zustand des Nichtdenkens gewürdigt werden, wenn dieser von „alleine“ eintritt man muss kein Hilfsmittel dazu holen.“ Elisabeth Dinissen ( Niederländische Trappistin) Denke – Nichtdenken unterscheide nicht wahr oder falsch, Gut und Böse. Wenn ich das unterscheidende Denken lasse kann ich mich einlassen auf den gegenwärtigen Augenblick auf diesen einen lichtdurchleuchtete, Geist erfüllten Atemzug. Darin ist alles eins, darin ist alles enthalten… zusammen schon und noch ungeboren. Wenn du dies erlebst O knie nieder im wahren selbst und sei Stille in deiner Leere.

Frage: Was ist den stilles Sitzen – „Stille Minne“?

Hadewijch: „Die, die Demut in sich tragen ist

  • die Erfahrung das man nicht liebt
  • nicht dient
  • das mann vernichtet ist,
  • und daß man so den geliebten, doch besitzen kann

hier ist Demut  keine Morale sondern eine authentische mystische Wirklichkeit, eine innere Haltung des Menschen für wem dieses Einssein Urquelle ist.

Die  Demut besteht darin, zu wissen dass in dem, was man „ich“ nennt, keine Quelle der Energie liegt, die einem erlaubte sich zu erheben.

Alles, was in mir von Wert ist, ausnahmlos alles, kommt von anderswo als von mir, nicht als eine Gabe, sondern als ein Darlehen, das unaufhörlich der Erneuerung bedarf. Alles, was in mir ist ausnahmslos alles, ist völlig wertlos; und unter den Gaben, die von anderswo kommen, verliert alles was ich mir aneigne, alsbald jeden Wert. Simone Weil

„Demut heißt sich nicht vergleichen. In seiner Wirklichkeit ruhend ist das Ich weder besser noch schlechter, weder größer noch kleiner als anderes oder andere. Es ist – nichts, aber gleichzeitig eins mit Allem“. Dag Hammerskjöld Armut bis in den letzten Winkel des Geistes, / befreit von Wünschen / befreit von Eigenheiten, / befreit von der Armut selbst, / von der Leere, / vom Wissen, / vom Ungrund. In diesem Nichts-Mehr erst / ist Platz / für das Königreich. Thomasevang. 54 “

GegenwArt in dir Alles… bei der Begegnung mit dem Unbewussten, mit den Kräften aus der ureigenenTiefe, berühren wir, worüber wir nicht verfügen können und dürfen, was sich uns aber zur Verfügung stellt, wenn wir in reiner Gesinnung seiner bedürfen. Will ich darüber verfügen, so zieht es sich zurück. Bin ich jedoch absichtslos offen, erfahre ich dass es mich führt und trägt… Was ich da bekomme, ist genau das, was ich brauche, was für mich notwendig ist, was für mich gerade das Richtige ist. frei nach Ermin Döll

Vom Glauben zum Sehend werden. „Der Glaube ist die Einheit der Seele mit Gott“ Johannes von Kreuz .“Die Seele ist ein Wesen die sehend Gott ist und Gott ihr wiederum sehend ist“ Hadewijch. So hilft es uns mit der Natur über die Zeit in der GegenwArt zu leben. … Meinst du, das ich mein eigener Meister sei? So wenig wie der Ball, der nicht errät wohin er rollen wird. Nikolaus von Kues? Das ist das geniessen der Freude im Spiel… Zen am Tennisplatz.

 

 

 

Die Traumbuche oder warum wir unserem Glück im Wege stehen 2017 Tusche Feder A4
Die Traumbuche oder warum wir unserem Glück im Wege stehen 2017 Tusche Feder A4

 

Frage: Lebe ich die GegenwArt im Einklang mit der Schöpfung?

In meiner Schwacheit liegt meine Stärke. Wer hat dem wird gegeben, dieses Einssein mit dem Urquell. Wer nicht hat dem wird genommen was er hat.  Geboren vom ewigen Licht, tragen wir Wesentliches in uns. Dieses wahre Licht, ist unser Aufgabe es Selber zu sein, damit das schöpferische , spielerische, geheimnisvolle frei fließen kann, sonst überwinden wir die Schwerkraft unseres Egos nicht und stehen unserem Glück im Wege.

Die wahre, authentische Demut lässt uns in Klarheit erfahren, worüber ich nicht verfügen kann und darf, eine schlichte Art der GegenwArt, die es zu üben gilt ob mein Wille oder Gotteswille geschehe. Einfaches stilles sitzen: … ruhst du Gott so wird er alles andere selber tun…Angelus Silesius oder Wu – Wei Nichts bleibt ungetan.

 

 

 

Johanna 2017 Kalligraphie auf Japanpapier 80 x 55 „Das Ewige in uns“ Was für eine Einsicht könnte uns zuteil werden ohne Berührung (mit dem Ewigen)? Wie aber könnten wir das berühren, was uns fremd ist? Auch wir müssen also teilhaben an der Ewigkeit.“ Plotin entn. aus Ermin Döll, Das Buch der Ewigen Weisheit.

Von der Einung mit dem Einen

Bei Plotin lesen wir: Von der Einung mit dem Einen. Immer, wenn ich aus dem leiblichen Leben erwache zu mir selbst und die anderen Dinge draußen lassend in mich selbst einkehre, schaue ich eine gar wundersame ursprüngliche Schönheit. Ich glaube dann ganz eigentlich, dem höheren Bereich anzugehören, verwirkliche höchstes Leben und bin eins mit dem Göttlichen und ruhe in ihm. Ich bin in ein wirken gelangt hoch über allem sonstigen erkennen in meinem Ruhen. Die Seele hat ihr wirkliches Wesen offenbart. Und das ist das wahre Ziel für die Seele: Jenes Licht zu berühren und in diesem Licht das Licht zu schauen; nicht in einem fremden Licht, sondern in eben dem, durch das sie (die Seele) sieht (die Seele ist ein Wesen die sehend Gott ist… brief 18 Hadewijch). Denn das Licht wodurch sie erleuchtet wurde, ist eben das, das es zu schauen gilt.

Frage : Wie denn nun kann das geschehen?

Tue alles ab!  Im einfachen stillem sitzen „Zazen“, tun wir alles ab, verkehren mit dem Nichts, in der nackten Präsenz. Ermin Döll: Wir sind in ein wirken geraten wo das wesentliche geschieht von All-Eine. Wir sind Eigentum der Schöpfung! Alles was wird, wird schön, man darf es nur nicht stören so Rainer Maria Rilke. Im Hohelied heisst es: Stört die Liebe nicht auf, weckt sie nicht bis es ihr selbst gefällt. Ich wirke damit ich wirke sagt Meister Eckehart.

 

 

 

Zielscheibe „Das Wunder ich zu sein, um das Ich aus Liebe preiszugeben. “ 2008 Sepia Tusche A3

 

Habe ich Interesse an spirituellen Fragen?

Suche ich eine spirituelle Praxis? Im einfachen stillen Sitzen gehen wir den inneren Ruf unserer Erleuchtung nach. In der absichtslosen, bedingungslosen Meditation führt der Atem zur Intensivierung der spirituellen Erfahrungen, ohne Dogmen oder Moralisierungen zu folgen. „Es“ betont „Einheit in allem Sein.“ Der Atem führt den jeweilig Übenden in das Schüler – Lehrerschaft  Verhältnis hinein, wo diese letzte Dualität aufgehoben ist, und erfahrbar werden kann (deine Wille geschehe). …“ Wenn er wirklich weise ist, fordert er euch nicht auf, ins Haus seiner Weisheit einzutreten, sondern führt euch an die Schwelle eures eigenen Geistes. Khalil Gibran. Ein Akt der Gnade die als Aufgabe integriert werden will um im Alltag gelebt zu werden.

„…Dich wählte der Weg – und du sollst danken…“ Ja sagen zum Leben heißt auch ja sagen zu sich selbst. Ja – auch zu der Eigenschaft, die sich am widerwilligsten umwandeln lässt von Versuchung zur Kraft. Wir haben die Verantwortung für unser Versagen, aber nicht die Ehre für unsere Leistung. Die Gabe ist Gottes an Gott. frei nach Dag Hammerskjöld

Dazu brauchen wir das glückliche geschick der Sacredspace-GegenwArt, die hohe Kunst des ganzheitlichen offenen Gewahrseins. Die Wahrnehmung, jener Würde allein ist wirklich, die nicht verringert wird durch die Gleichgültigkeit der Anderen.

 

 

Hab keine Angst, 1987 Linoldruck 40 x 50

… Mensch werde wesentlich …

Auch wenn keine spur mehr da ist, wesentliches was verloren, kann wiederum gefunden werden … ziehe dich zurück aus all dem fruchtlosen Geschwätz – Gelärm und Lehren. Befreie dich vom Klotz am Bein, um deine ursprüngliche Noblesse,  innere Würde – Leere – Ruhe – Freiheit – Freude und Friede wiederum zu erwerben. Gebe der spirituellen Seinsebene wiederum Raum damit deine Intuition offen und frei fließen kann.

Mut zur mitschöpferischen Seinsebene

Ein unbegründetes Verlangen ist grundlos, es berührt das „Unantastbare“. In dieser inneren Situation kann der/die MystikerIn in die Verführung kommen in ihrer – seiner kontinuierlichen Treue zu stagnieren und es bei sporadischen spirituellen Erlebnissen zu lassen die ihr / ihn eigentlich nicht herausfordern. Aber sie / er kann auch an der Arbeit bleiben, Hadewijch nennt es Treue, es ist aktiv verbunden bleiben mit dem Geliebten, der ureigenen,  i n n e r e n Q u e l l e. Es ist der konkrete Weg der GegenwArt, die Gradwanderung, bei der/die MystikerIn ihren Eintritt hat. Als MystikerIn verlangt man ununterbrochen, das genießende besitzen des Geliebten die dich unverkennbar seine/ihre Anwesendheit fühlen lässt. „In der unwiderruflichen Anderen festigt der/die MystikerIn  seine / ihre Standhaftigkeit und das ist das unantastbare Vetrauen. Warten auf Gott sagt Simone Weil. So etwas erleben ist, erlebend erfahrend wissen – wie Gott ist. „Hadewijch

Der Weg des wahren Lichtes, das es zu schauen gilt, müssen wir selbst sein sonst kann es nicht geschehen. Ich bin das Licht der Welt Joh. 8.12 In dir Alles. Dazu Albert Einstein: Das schönste und tiefste Gefühl, das wir erfahren können, ist die Empfindung des Mystischen. Es ist die Quelle aller wahren Wissenschaft. Wem dieses Gefühl fremd ist, wer nicht mehr staunen und von Ehrfurcht erfüllt sein kann, ist so gut wie tot. Zu wissen, daß das für uns Unergründliche wirklich existiert, sich als höchste Weisheit und strahlendste Schönheit niederschlägt, welche unser dumpfes Vermögen nur in ihren primitivsten Formen begreifen kann, dieses Wissen, dieses Gefühl bildet das Zentrum wirklicher Religiösität.

Ich wünsche uns gegenseitig, schöpferisch zu sein , jeder Mensch in seinem Bereich. „Nicht jeder Künstler ist ein besonderer Mensch, aber jeder Mensch ist ein besonderer Künstler“ Josef Beuys. Jede Gesellschaft wird langweilig, ja selbst gewalttätig wo die Intuition vergessen wird. Wo Kreativität ein wesentliches Element für Alle wird, kehrt Begeisterung, Staunen, Überraschung, Ekstase, die ureigene – oft verloren gegangene Freude wiederum zurück.

„… aber dieser Weg

ist der deine,

und es gilt jetzt,

jetzt darfst du nicht versagen,

weine,

wenn du kannst,

weine,

doch klage nicht.

dich wählte der Weg –

und du sollst danken. Dag Hammersköld

“ Der freie Sohn, die freie Tochter muss vom konformistischen Sklaven der Fantasie, der Leidenschaft und der Konvention gerettet werden, der er/sie ist. Das schöpferische und geheimnisvolle innere Selbst muss erlöst werden vom verschwenderischen, genussüchtigen und destruktiven Ego, das nur darauf aus ist sich mit Verkleidungen zu bedecken. „Erlöst“ und „heil“ zu werden bedeutet, zu seiner unversehrten und ewigen Wirklichkeit zurückzukehren und in Gott zu leben.“Thomas Merton

„Wir haben die Verantwortung für unser Versagen, aber nicht die Ehre für unsere Leistung. Menschliche Freiheit ist eine Freiheit, Gott zu verraten. Gewiss liebt Gott uns – doch die Erwiderung ist freiwillig. Was hat am Ende das Wort Opfer für einen Sinn? Oder auch nur das Wort Gabe? Wer nichts hat, kann nichts geben. Die Gabe ist Gottes- an Gott.“ Dag Hammerskjöld

Dazu Rumi „Wer Gott liebt, hat keine Religion außer Gott.“


 

 

 

Vom tätigen Leben – Zazen  im Haus der Kunst München 1978 Aquarell auf Packpapier A3

1978 Erste visuelle Begegnung mit Zazen

Zazen im Haus der Kunst München, diese Skulptur berührte mich zutiefst, mich brannte… diese unmittelbare Vermittlung der Leere tiefen Stille – Ruhe und Würde die diese Skulptur ausstrahlte in einer Ausstellungseröffnung im Haus der Kunst München. Die Gegensätze der Gäste, der Torhüter, der Meditierende  wiederspiegelte die tiefste Sehnsucht meiner. Ich muss mich über die gesellschaftlichen und anerzogenen Regeln hinwegsetzen… habe – MUT zum UNGEHORSAM – der Wächter an der Schwelle sorgt für Einhaltung der Gesetze und Konventionen, sie pochen auf Gehorsam… Vorort machte ich eine Federzeichnung und später drückte ich meine Erinnerung aus.

Während meinem Kanada Studium machte ein Mallehrer Don Whiteman mich aufmerksam auf das Buch „Zen des Sehens“ das könne mir helfen. Ich arbeitete im Anfängergeist intuitiv spielerisch, verstand nichts von Zen . In vergleichende Weltreligionen las ich, Zen sei eine Sekte. Als Christin?… Da hatte ich viele Fragen noch zu L E B E N um in die A n t w o r t hinein wandeln zu können. Ich besorgte mir das Buch „Zen des Sehens“ von Frederick Frank, und es wurde mir zutiefst bewusst das kann meinen Glauben, die stärkste Kraft im Sein, vom Glauben zum Sehen, nur bereichern. Mit feuer vertiefte ich mich in meine Aufgaben, durfte erfahren das im Bereich der Gegensätze sowie Ying und Yang, Mann – Frau,  die gegenüberliegende Farben im Farbenkreis, sich alle gegenseitig brauchen ergänzen um ganz zu werden, um erlöst zu sein. Ein Ort der U r v e r t r a u t h e i t wo die Gegensätze zerschmelzen, zerfließen. Dasselbe geschah unmittelbar im Studio bei der Malerei, am Tennisplatz  im Sport und Spiel am Marktplatz Leben, Tore – Scheuklappen öffneten sich, reinste Gnade. Ich verstand diese Naturprozesse als Spirituelle Prozesse, einen natürlichen unmittelbaren Zugang zur Mystik. So wurde die Malerei, das Tennisspiel, alles tun und lassen mein Werkzeug, des Unaussagbaren der direkten Offenbarungen im Seelengrund, zu bezeugen. Über die Mystik hatte ich sehr wenig gelesen , Theresa von Avila emphal nicht viel zu lesen, so war der Alltag als Mutter – Ehefrau – Hausfrau – Malerin mein Buch der sieben Siegeln. Mir blieb vieles verschlossen, stand mirselbst oftmals im Wege, mir fehlten diese Bildungserlebnisse der gelebten kosmischen Mystik, geschweige „Es“ im Alltag zu integrieren dafür brauchte ich sehr viel Zeit in Stille. Sehr viel Später las ich bei Dorothe Sölle das die Welt, was sie nicht sieht, nicht mitteilbar ist.

Zurück in Europa hatte ich es mit der Angst zu tun, ich wurde gewarnt vor der Leere des Zen, im Gegensatz  zu gegenständlicher christlicher Meditation die lehrt durch Wort, Bild etc. , die ich praktizierte. Intuitiv malte ich die Zenskupltur nochmals an die Wand. „Das nicht-denkende Meditieren von Zazen kann als ein Zustand des Nicht- Denkens  gewürdigt werden, wenn dieser von alleine eintritt. Man muss kein Hilfsmittel dazu holen“ Elisabeth Dinissen. Diese mittellose unmittelbare intuitive Präsenz v e r e i n t,  ist Ewiges leuchtendes Licht, Ewigkeit im Gewahrsein, Licht im Lichte im Jetzt sein… in eine oh so künstlich komplizierten, verdunkelte Welt.

„Gehe ich zeitig in die Leere / komm ich aus der Leere voll

wenn ich mit dem Nichts Verkehre / Weiß ich wieder was ich soll.

Bertholt Brecht

Diese spontane,  karge, einfache Art, leicht und manchmal sehr schwieriger absichtsloser Weg war und ist ein kontinuierlicher spiritueller Prozess.  Ein unmittelbares Gewahrsein der Urkraft der GegenwArt, wo immer du stehst genau dort ist der Boden (der göttliche Grund) h e i l i g. “ Dieses Gewahrsein, ohne ein Innen oder Außen ist offen wie der Himmel. Es ist allesdurchdringende Wachheit, frei von Beschränkung und Voreingenommenheit. Im weiten, offenen Raum dieses allumfangenden Geistes manifestieren sich alle Phänomene von Samsara und Nirvana wie Regenbogen am Himmel. In diesem Zustand unablässiger Bewusstheit ist alles Erscheinende und Existierende wie ein Spiegelbild es erscheint und ist doch leer, es tönt und ist doch leer. Sein Wesen is Leerheit von Urbeginn an.“ Tsjokdruk Rangdrol Ken Wilber, Eros Kosmos Logos.


 

 

 

 

2000 Reasons to love the wold, the flowering power of conciousness 1999 Aquarelle auf Papier 30 x 70

 

Im Jahre 1993 ging ich zum ersten Mal nach Köln zu Schweigeexerzitien  auf Basis des Enneagramm, geleitet von Sr. Anneliese Heine. Als die 10 Tage im Schweigen vorbei waren, und ich auf meinem Koffer am Hauptbahnhof in Köln saß, die Domglocken überwältigend 12.00 läuten hörte, hätte ich am liebsten die ganze Menschheit umarmt. Zuhause umarmte mich der ganze Kosmos mit Brot und Wein. Diese Erfahrungen in den Alltag zu integrieren ist ein langer Prozess.

In 2005, nach sieben Jahren Maltherapie fragte eine Freundin ob sie meine Adresse einem Zen Lehrer Ermin Döll in Wien geben dürfe. Er schickte mir einen Absatz von der niederländischen Mystikerin Hadewijch. Oh eine Offenbarung… „Es“ kommt zu mir, ich brannte, war zutiefst beglückt von dieser innigst durchlebten abendländischen Mystik zu erfahren. Unmittelbar rief ich Ermin Döll an und machte einen Termin im Bildungshaus Lainz wo er bis dato Zen-Meditation gibt. Mir geschieht… meine Zeit in der Palm deiner Hände, seit dem praktiziere ich Zen-Meditation sitzend und am Arbeitsplatz, ich nenne es Gewahrsein – eine Gnade, Aufgabe, einfach Leben das tut, was geschehen will. Seit 2013 bis dato begleite ich offene Zen Abende und führe Ein-und Fortführungskurse in der, Zen Meditation siehe oben.

Meditation Einssein in dieser Einfachheit, in dieser Schönheit ist unser ganzheitlicher Einsatz. „…das etwas schwer ist muss ein Grund sein, es zu tun… man muss auf den Grund gewesen sein. Darum handelt es sich so Rainer Maria Rilke

 

 

 

Ursprüngliche Sehnsucht… 1989 Linolschnitt auf Japanpapier „Wenn die Seele nichts anderes als Gott hat, wenn sie vernichtet, verschlungen, sich in nichts aufgelöst hat, so wird sie mit ihm gänzlich dasselbe was er ist.“ Hadewijch dazu Rumi „Der Mensch hat viele Fähigkeiten, aber das größte Talent entwickelt er bei der Vernichtung der Natur.

„Wenn das Fleisch

des Geistes wegen entstanden ist,

ist es ein Wunder.

Wenn aber der Geist

des Leibes wegen entstanden ist

ist es ein wundersames Wunder.

Aber ich, ich wundere mich darüber,

wie dieser große Reichtum

in dieser Armut gewohnt hat. Legion 29 Thomas Evangelium


 

Zurück zum Marktplatz Leben „… Verwende verantwortungsvoll und würdig, wie eine Furchtlose, all das was dir begegnet und handle immer nach der Noblesse deiner spirituellen freien Natur…“ Hadewijch Brief 18