Der Achttausender in Dir

2008 – 20018 Öl auf Leinwand 100 x 120 Seelenlandschaft II

Der Achttausender in Dir „Ich bin ein Berg in Gott / und muss mich selbersteigen / Da ferne Gott mir soll sein liebes Antlitz zeigen.“ Angelus. Silesius

Der Berg die Meditation die Arbeit – das ganzheitliche Leben als unbestechlicher Prüfstein. Die Natur, Die Wirklichkeit der GegenwArt als objektive Referenz. Die Natur ist unbeeinflussbar über wesentliches können wir nicht verfügen das ist spannend und verlangt die volle offene Gegenwärtige Präsenz, in Gebet der Sinne. Die Stille ist ein wichtiges Werkzeug die Bergen begreifen zu können, sie helfen, das sehen zu lernen um präziserer einzuspeichern im gegenwärtigen Tun. „Um die viele Gipfeln in meiner Umgebung zu sehen, habe ich sie zuerst erklettern müssen. Ich will die Bergen begreifen, will sie sehen“, so spricht der blinde Bergsteiger Andy Holzer, er wurde im Jahr 1966 in Osttirol, Österreich geboren. Er leidet an einer Fehlfunktion der Netzhaut und ist von Geburt an Blind. Er entdeckte als Heilmasseur das Bergsteigen. Zuerst bestieg er die Dolomiten darauf folgten“ die Seven Summits“. Als erster Blinder bestieg er die Nordseite der Mount Everest, sein Buch erschien: „Mein Everest, Blind nach ganz oben.“

*Kennen sie Höhenschwindel? „Fehlender Untergrund ist schlimm…Sobald ich keinen Kontakt zum Boden mehr habe, gilt für mich absolute Alarmstufe…nur ein fallender Wassertropfen oder einen Stein können mir die Tiefe des Abgrunds signalisieren – durch die Laufzeit bis zum Aufprall.“

*Wie gehen sie mit der Angst um? „Ich habe nie mit der Angst gekämpft, sondern sie immer als Helfer gesehen. Manchmal rede ich sogar mit ihr. Man muss die Angst nicht als etwas Schlimmes betrachten, sondern als Freund, der mir auf den Schultern klopft und sagt, wenn ich den Kurs ändern muss.“

*Haben sie so etwas wie Gottvertrauen? “ Ja aber wenn ich auf den Mount Everest stehe übergebe ich den lieben Gott nicht einfach die Verantwortung… ich bitte, in brenzlichen Momenten die nötige Ruhe und die richtigen Ideen zu bekommen. Nicht nur beim Klettern, sondern im ganzen Leben.“ Wir können wie A. S. Den Berg mit der Meditation in Zusammenhang bringen, und muss mich selbst steigen der Achttausender steckt in ein jeder von uns.

*…der Berg gilt als ein Ort der Offenbarung? „Der Berg hat mir die volle Brandbreite an Gefühlsmomenten beschert: Triumpf – Niederlage – Trauer und Erfüllung und bin am Berg auch oft der Tod begegnet. Der Berg ist ein existentieller Ort. Der Ort, wo du dich nichts mehr vormachen kannst, der die Abgründe offenbart., wie in der Meditation.

*Ist es wichtig, die Abgründe zu sehen? … Die Nähe zum Abgrund… ist unser Antrieb. Es ist die Unsicherheit der offene GegegenwArt der du selbst sein sollst, sonst kann es nicht geschehen. Der Mount Everest liegt deshalb auch nicht in Asien, sondern in uns drin – jeder hat seinen Achttausender in sich. Die Frage ist wie gehe ich damit um. Gurkt man sein ganzes Leben um den Brocken herum oder geht man ihn direkt an? Kehre ich um? Probiere ich es dann wieder?

*Ihre Ehefrau ist seit vielen Jahren ihre Seilpartnerin. Ist es nicht schwierig, immer abhängig zu sein? …Jede Zelle im Mikro- und Makrokosmos ist voneinander abhängig. Alles im Universum steht in einem großen Zusammenhang lasse ich mich leiten, bin ich ein staunendes Wesen, entferne ich mich von diesem universalen Zusammenhang bin ich tatsächlich unabhängig und isoliere mich von diesem Kosmischen Einheit. Unabhängigkeit ist ein Irrtum. Die Frage ist vielmehr:

*Von wem mache ich mich abhängig? Als „erste freigelassene der Schöpfung“ Jürgen Moltmann bekommen wir im richtigen Moment das was wir brauchen, die Klarsicht zu unterscheiden und können dann sprechen von einer gepflegten Abhängigkeit – die ist etwas Wundersames. Entn. aus publik Forum nr.18 2018

9.10.2018

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